Landesligist verlängert mit Trainer-Duo

Landesligist verlängert mit Trainer-Duo

Fußball Frank Bauhaus und Thomas Ney coachen die Damen von Eintracht Emmerich auch in der kommenden Saison.

(Bericht der NRZ von Mittwoch, 22. Januar 2020)

In der Hinrunde hatte die Eintracht häufig Grund zum Jubeln

Bei den Fußball-Damen vom Landesligisten Eintracht Emmerich wurden nun die Weichen für die kommende Spielzeit gestellt. Der Verein gab nun bekannt, dass sowohl Frank Bauhaus als auch Thomas Ney eine weitere Saison die Verantwortung an der Seitenlinie tragen werden.

Nach einer erfolgreichen Hinrunde, nach der die Eintracht mit 27 Punkten aktuell den vierten Tabellenplatz belegt, mussten die Verantwortlichen nicht lange überlegen. „Die Mädels sind total zufrieden, und Frank hat auch gesagt, es macht total viel Spaß. Er war ja neu, Thomas kennen sie ja schon ewig. Von daher war es für uns keine Frage und dann am Ende auch ganz einfach“, freut sich Chris Hempel, Frauenfußball-Obmann der Eintracht, über die Zusagen.

Auch Bauhaus fiel die Entscheidung nicht schwer. „Ich bin absolut zufrieden, und es macht mir wahnsinnig Spaß. Die Mannschaft hatte mir das Feedback gegeben, dass es gut passt, auch mit meinen Trainingseinheiten. Man sieht ja auch: Wir sind recht erfolgreich in der Landesliga. Meine Bedingung war nur, dass Thomas auch weitermacht, wir passen auch ganz gut zusammen“, gab Bauhaus zu Protokoll.

Ich bin absolut zufrieden, und es macht mir wahnsinnig Spaß“

(Frank Bauhaus, Trainer der Fußballdamen von Landesligist Eintracht Emmerich, verlängerte seinen Vertrag)

Für Eintrachts Dauerbrenner Ney, der dort bereits seit 18 Jahren die Fäden zieht, ist damit zunächst noch kein Ende in Sicht. „Ich hatte eigentlich schon im vergangenen Sommer vor aufzuhören, aber da kam der Frank quasi als Neuling zu uns Es ist nicht immer so einfach, wenn man in einen fremden Verein kommt und sich erstmal mit den Gepflogenheiten auseinandersetzen muss. Deshalb habe ich das diese Saison gemacht und die nächste Saison, weil es einfach so gut funktioniert“, lobt auch Ney die gute Zusammenarbeit und ergänzt: „Ihm überlasse ich das Sportliche, das Fußballtechnische. Alles andere drumherum ist meine Sache“.

Die Eintracht ist für Bauhaus die erste Station im Frauenfußball, dennoch ist der Halderner in der Fußballszene am Niederrhein kein Unbekannter, coachte bereits den VfB Rheingold, damals noch in der Kreisliga A. Es folgte ein Engagement als Co-Trainer beim SV Rees für eine Saison, danach verschlug es ihn zu seinem Heimatverein, dem SV Haldern, wo er die Reserve trainierte. Der Linienchef hat sichtlich Spaß an seinem neuen Job gefunden, stellte dabei auch Unterschiede im Vergleich zu seiner bisherigen Arbeit beim Herren-Fußball fest: „Beim Training sind die Damen engagierter als manche Männer und wissbegieriger. Wenn man eine Übung macht, vor allem eine taktische, dann hinterfragen sie viel mehr. Trainiert man etwas, dann wird es im Trainingsspiel gleich umgesetzt. Sie gehen auch mit mehr Freude zum Fußball, muss ich ehrlich sagen“.

Sechs Wochen vor dem Rückrundenstart stand für die Damen das erste offizielle Training auf dem Programm. In den nächsten Wochen bis zum Rückrundenstart am 1. März gegen GSV Moers II wird nun wieder hart gearbeitet. Zum ersten Testspiel geht es am Sonntag ins Ruhrgebiet zum Bezirksligisten DJK SG Altenessen Vier weitere Tests wurden bereits vereinbart, unter anderem geht es über den Rhein zu den Niederrheinligisten aus Warbeyen und Walbeck.

Der Ehrgeiz ist groß

„Der Start unserer Rückrunde ist mit dem Sieg beim Ladies-Cup ja schon mal ganz gut angefangen. Man muß aber auch sagen, wir haben komplett durchtrainiert und zweimal pro Woche in der Halle trainiert. Das hatte ich nicht erwartet, es war auf freiwilliger Basis. Trotzdem waren wir im Durchschnitt immer zwölf Leute im Training. Da sieht man auch, wie ehrgeizig die Damen sind“, freut sich Bauhaus über das Engagement seiner Elf. Indes hat das Team das persönliche Minimalziel des neuen Coach bereits nach 14 Spieltagen so gut wie erreicht. „Ich hatte das Ziel, nicht abzusteigen, da es für mich ja neu war, eine Damenmannschaft zu trainieren. Nun kann ich klar sagen, wir werden wohl nicht mehr absteigen“, so Bauhaus.

Sein Kompagnon hat ebenfalls wenig zu meckern. „Ich bin auch zufrieden, der eine oder andere Punkt hätte es mehr sein können. Unser Kader ist aber noch nicht so breit aufgestellt, wie man ihn sich wünscht. Das Ziel ist bei mir eigentlich immer, so viele Mannschaften hinter sich zu lassen wie nur möglich. Das wären am besten 13 von 14“, sagt Ney „aber das ist natürlich ein Wunschtraum. Der Aufstieg muss nicht sein, ich war schon zweimal Vizemeister mit der Truppe. Das ist auch ein schönes Gefühl“.

Bleibt Trainer bei der Eintracht: Frank Bauhaus