Chronik Badminton 1976 bis 2009

Historie – Die Entwicklung der Badmintonabteilung

Die Anfänge

Mehr als 60 Interessierte nahmen am 6. November 1976 die Gelegenheit wahr, sich über den Badmintonsport zu informieren, als Eintracht mit einigen Spielern der Klever Badminton-Gemeinschaft eine Demonstrationsveranstaltung in der Hansa-halle durchführte. Vorausgegangen waren mehrere Anfragen an den Vorstand von Eintracht Emmerich mit dem Ziel, das Sportleben des Vereins und der Stadt durch die Schaffung einer Badmintonabteilung zu bereichern.
Nachdem der damalige Eintrachtvorsitzende Karl Wanders die Anwesenden be-grüßt hatte, bedurfte es zuerst einmal einer kurzen Einführung in die für Emmerich neue Sportart, bevor Spieler der Klever Badminton-Gemeinschaft ihr Können zeig-ten und das Publikum zum Staunen brachten, musste man doch feststellen, dass dieser neue Sport mit dem Federballspiel, wie man ihn als sommerliches Freizeit-vergnügen kannte, wenig zu tun hatte. Im Rahmen dieser Demonstration wurde dann auch Gelegenheit gegeben, erste Erfahrungen mit dem Badmintonspiel zu sammeln, und hiervon machten einige besonders Mutige auch Gebrauch.
Die Halle an der Patersteege, in der der Trainingsbetrieb wenig später aufgenom-men wurde, war mit nur zwei Einzelfeldern aus heutiger Sicht recht dürftig ausge-stattet, und so musste sich das Training am Anfang auf Einzelspiele beschränken. Auch war die wöchentliche Trainingszeit mit zweieinhalb Stunden so knapp be-messen, dass die für den Anfang recht große Zahl der trainingswilligen Aktiven sich nicht ausreichend betätigen konnte. Dies änderte sich erst, als im März 1977 zwei Trainingsstunden in der Hansahalle genutzt werden konnten. Die Abteilung war zu diesem Zeitpunkt auf 40 Mitglieder angewachsen.
Als im Mai 1977 die erste Jahreshauptversammlung abgehalten wurde und Heinz Reissig und sein Stellvertreter Ingo Verweyen den bis dahin kommissarisch tätigen Klaus Weckermann ablösten, wurde mit der Verpflichtung von Micki Herberg als Trainer die Weichen für eine erste Teilnahme am Meisterschaftsbetrieb des Bad-minton-Verbandes gestellt. Im September begann die Saison für eine Senioren-mannschaft, die am Ende auf dem vorletzten Tabellenplatz in der untersten Spielklasse landete, aber immerhin vier Punkte erzielte. Neben Mannschaftsführer Ingo Verweyen vertraten Günter Hoffmann, Heinz Reissig, Jürgen Kraayvanger, Margret Wankum, Karla Verweyen und Gudrun Rentsch die Eintrachtfarben. In der Rückrunde spielte im damaligen Team mit Franz Wankum ein Akteur, der auch heute noch aktiver Mannschaftsspieler bei Eintracht Emmerich ist.
Als im Oktober 1977 Kurt Otten Micki Herberg als Trainer ablöste, versprach die Abteilungsführung sich von diesem Wechsel einen Aufschwung in der Leistungsstärke. Zwischenzeitlich hatte sich bereits eine zweite Seniorenmannschaft formiert, die sich durch Turnierteilnahme und Freundschaftsspiele auf die Meisterschaftsrunde im darauf folgenden Jahr vorbereiten sollte. Auch an die Gründung einer Jugendabteilung wurde bereits gedacht. Allerdings scheiterte man hierbei zunächst an fehlenden Hallenzeiten. Die Hoffnung auf Zuteilung von Trainingszeiten zu diesem Zweck in der im Dezember 1977 fertiggestellten Halle der Liebfrauen-Grundschule erfüllte sich, so dass im Januar 1978 mit dem Jugendtraining begonnen werden konnte.
Erste Vereinsmeisterschaften wurden im Herbst 1977 ausgetragen. Erwartungsgemäß setzten sich hier vor allem die Mannschaftsspieler durch. Margret Wankum gewann gleich zwei Titel, im Einzel und mit Partnerin Karla Verweyen im Damen-doppel. Heinz Reissig war im Herreneinzel erfolgreich. Erste Vereinsmeister im Herrendoppel wurden Ingo Verweyen und Günter Hoffmann. Das Mixed fiel an Renate Fehlemann und Jürgen Kraayvanger, der maßgeblich an der Gründung der Abteilung beteiligt gewesen war und in all den Jahren durch seine Pressearbeit viel dazu beigetragen hat, unseren Sport in Emmerich populär zu machen.
Im Frühjahr 1978 löste Friedel Forelle Heinz Reissig als Abteilungsvorsitzender ab, Gudrun Rentsch wurde zur Stellvertreterin gewählt. Die Mitgliederzahl war auf 120 angewachsen, und es konnten nicht nur die geplanten zwei, sondern drei Seniorenmannschaften für die Saison 1978/79 gemeldet werden. Mit Jan Claassen konnte ein neuer Trainer verpflichtet werden, der selbst in der zweithöchsten deut-schen Spielklasse erfolgreich gewesen war. Gemeinsam mit ihm sollte der Aufstieg in die B-Klasse angestrebt werden.
Neben den Mannschaftsspielern entwickelte sich eine Gruppe von Hobbyspielern, die bis heute ein wesentliches Standbein der Abteilung ist. Auch konnte erstmals ein Schülertraining angeboten werden. Helmut Gerritsen übernahm das Training der Kleinsten.
An den Vereinsmeisterschaften 1978 nahmen 70 Spielerinnen und Spieler teil. Der damalige Bürgermeister der Stadt Emmerich Franz Wolters, der im Rahmen einer feierlichen Pokalübergabe die geleistete Aufbauarbeit würdigte, überreichte der erfolgreichsten Teilnehmerin Renate Fehlemann, die im Damendoppel und Mixed erfolgreich gewesen war, eine Ehrengabe der Stadt.

1979 bis 1989

Das Jahr 1979 stand ganz im Zeichen der Feiern anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Gesamtvereins. Hierzu wollte die Badmintonabteilung – wenn auch noch jung an Jahren – ihren Teil beitragen, und so begannen schon im Frühjahr die Vorbereitungen auf das große Ereignis. Höhepunkt der Veranstaltung aus Sicht der Badmintonspieler war sicherlich eine Badmintondemonstration durch den vielfachen deutschen Meister und Nationalspieler Michael Schnaase und einige seiner Mannschaftsgefährten vom langjährigen deutschen Meister 1. BV Mülheim, die auf großes Zuschauerinteresse stieß. Darüber hinaus wurden Hobbyspieler- und Mannschaftsturniere durchgeführt. Erstmals nahmen auch Spieler aus dem benachbarten ’sHeerenberg an Vergleichskämpfen in Emmerich teil.
Neben den drei bestehenden Seniorenteams wurden für die Saison 1979/80 zum ersten Mal eine Schülermannschaft und zwei Jugendmannschaften gemeldet. Lange Zeit sah es in der Saison danach aus, dass das erste Seniorenteam den Aufstieg in die B-Klasse problemlos schaffen würde. Am letzten Spieltag hätte ein Unentschieden gegen die GS Wesel genügt. Nach einer 3:5-Niederlage blieb aber nur ein undankbarer zweiter Platz. Dass auch diese Platzierung für den Aufstieg ausreichte, war den Spielern zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt gewesen.
Dass der Badmintonsport in Emmerich weiterhin im Aufwind war, zeigten nicht nur wachsende Mitgliederzahlen, immerhin waren es jetzt schon 160, sondern auch sportliche Erfolge. Mit Dieter Börgers, der 1980 bei den Schülern seine ersten Erfolge hatte und gleich drei Vereinsmeistertitel für sich verbuchen konnte, trat ein Spieler in Erscheinung, der gemeinsam mit seinem Bruder Christoph über Jahre hinweg Leistungsträger im Jugend- und Seniorenbereich war.
Im Frühjahr 1980 übernahmen Franz Wankum und Stellvertreter Axel Ullrich für zwei Jahre die Abteilungsführung. In der ersten B-Klasse-Saison galt es vor allem, den Klassenerhalt zu sichern. Nach anfänglichen Erfolgen und einem guten dritten Tabellenplatz am Ende der Hinrunde mussten Hans-Jörgen Wernicke, Franz Wankum, Thomas Hebemeier, Günter Hoffmann, Alastair West, Margret Wankum und Karin Hoffmann am Ende doch noch bangen, und erst am letzten Spieltag sorgte ein unverhofftes 4:4 in Neukirchen-Vluyn für den Verbleib in der neuen Klasse. Die Saison 1981/82 brachte dann aber doch den Abstieg, und es dauerte drei weitere Jahre, bis sich Eintracht fest in der B-Klasse etablieren konnte.
1982 wurde Werner Peeters zum Abteilungsvorsitzenden gewählt, Ralf Wedel übernahm das Amt des Stellvertreters. Im Herbst des gleichen Jahres spaltete sich eine Gruppe von Mitgliedern ab und gründete den BSC Emmerich, nachdem der Versuch einiger Mitglieder, die gesamte Abteilung vom Gesamtverein loszulösen, gescheitert war. Hans-Jörgen Wernicke, der damals gemeinsam mit Gerd Wagner die Führung der Abteilung übernahm, gelang es aber dennoch in der Folgezeit, die positive Mitgliederentwicklung fortzusetzen. 1986 konnte Siegbert Broede, der mittlerweile Abteilungsleiter geworden war, das 250. Mitglied der Abteilung begrüßen. Auch die Zahl der Mannschaften wuchs beständig. In der Saison 1985/86 nahmen sechs Senioren-, drei Jugend- und zwei Schülermannschaften am Spielbetrieb des Verbandes teil. In der ersten Mannschaft konnten in den folgenden Jahren mit Dieter und Christoph Bürgers, Michael Verweyen, Angela Köster und Kirsten Rosenkranz erstmals Spieler eingesetzt werden, die bereits als Schüler und Jugendliche große Erfolge auf Vereins-, Kreis- und Verbandsebene erzielt hatten. Der Abstieg war deshalb auch kein Thema mehr. Einem dritten Platz in der ersten B-Klasse-Saison folgte ein zweiter Platz und dann der Aufstieg in die A-Klasse, die zwischenzeitlich in Bezirksliga umbenannt worden war. Christoph und Dieter Börgers, Michael Verweyen, Gerd Wagner, Franz Wankum, Wilma Börgers, Angela Köster und Kirsten Rosenkranz gelang der Aufstieg mit nur einem Verlustpunkt.
Neben den Erfolgen im Meisterschaftsbetrieb des Verbandes nahmen zahlreiche Spieler aller Bereiche der Abteilung an einer Vielzahl von Turnieren mit teilweise großem Erfolg teil. Aber auch Eintracht selbst führte im Verlauf der Jahre Mannschafts- und Einzelturniere durch, zu denen sich selbst Spitzenspieler des Verbandes ein Stelldichein gaben. Aus der Vielzahl dieser Turniere sei stellvertretend das Pfingstturnier erwähnt, das erstmals anlässlich des Vereinsjubiläums 1979
gespielt worden war. Ingo Verweyen machte sich in all den Jahren um die Organisation dieser Turniere verdient. 1988 entschloss sich der Abteilungsvorstand, zusätzlich zu diesem Mannschaftsturnier ein Einzelturnier auszutragen. 220 Badmintonspieler aus ganz Nordrhein-Westfalen reisten an. Aber auch Spieler der Eintracht schlugen sich achtbar. So erreichte Dieter Börgers im Herreneinzel der Gruppe A einen beachtlichen dritten Platz. Angespornt von der überaus positiven Resonanz schrieben Eintrachts Badmintonspieler auch im darauffolgenden Jahr ein Einzelturnier aus und luden hierzu auch Spieler aus den Niederlanden ein. 250 Teilnehmer und das hervorragende Abschneiden von Eintracht-Aktiven waren zu vermelden. Angela Köster stand im Damendoppel mit ihrer Gelderner Partnerin ganz oben auf dem Treppchen der A-Gruppe. Mit Partner Christoph Börgers dominierte sie auch im Mixed. Mit fast zwei Stunden war das Mixed-Endspiel sicherlich das längste Spiel der Vereinsgeschichte. Anke Peters und Teresa Pitz holten sich den Titel im Damendoppel der B-Gruppe. Dass diese Turniere nach 1989 nicht mehr angeboten werden konnten, hing unter anderem mit dem hohen organisatorischen Aufwand zusammen, den solche Veranstaltungen mit sich brachten. Als Ingo Verweyen nach langen Jahren erfolgreicher Organisation dieses Amt niederlegte, fanden sich keine Nachfolger, die den großen Zeitaufwand auf sich nehmen wollten.
Nach der Gründung des BSC Emmerich gewannen die Badmintonstadtmeisterschaften, die zwar allen dem Stadtverband angeschlossenen Vereinen offen standen, an denen aber bis dahin fast ausschließlich Eintrachtspieler teilgenommen hatten, an Attraktivität. Bis heute sind die Stadtmeisterschaften eine Domäne der Emmericher Eintracht, und vor allem in der A-Gruppe konnten nur vereinzelt Spielerinnen und Spieler des BSC den Stadtmeistertitel gewinnen.
Auch die Schüler und Jugendlichen waren in all den Jahren überlegen. Heute betreibt mit dem TuS Hüthum 08 ein dritter Verein in Emmerich unseren Sport. Schüler und Hobbyspieler dieses Vereins nehmen ebenfalls an den Stadtmeisterschaften teil.

Saison 1983 – 1984

alte1Mannschaft1985
1.Mannschaft: G. Wagner, H. J. Wernicke (ehem. Abteilungsleiter) Wilma Börgers, Uwe Schabronath, Irene Roslawski, Franz Wankum

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2.Mannschaft: Heinz Reissig, Renate Fehlemann, Friedhelm Tervoort, Werner Peters (ehem. Abteilungsleiter, Verstorben), Ralf Wedel, Martina Hemke und Edelgard Maas (beide nicht im Bild).

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3.Mannschaft: Peter Brückner, Angelika Rautenhaus, Werner Scholten, Dorothe Reimann-Scholten, Jörg Wedel, Holger Wüstkamp (nicht im Bild).

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4.Mannschaft: Siegbert Broede (ehem. Abteilungsleiter), Elfriede Broede, Ingo Verweyen (verstorben), Karla Verweyen, Helmut Heinst, Reinhild Heinst, Christoph Tervoort.

alte5.Mannsch80
5.Mannschaft: Manfred Wandelt, Andrea Kock, Ralf Bolder, Birgitt Anschütz, Willi van Emmerloot, Armin Neerincx.

 

Geburtstag_boergers
Unser Abteilungsleiter Franz Wankum mit dem Geburtstagskind Wilma Börgers. Rechts: Paul Börgers, darunter Dieter Börgers, unten links Renate Fehlemann sowie neben Franz Wankum steht Gerhard Wagner. Alles Spieler der Mannschaften aus den 80-er Jahren.

1984-1985 Aufstieg in die Bezirksklasse
Saison 1984 – 1985                                               Aufstieg in die Bezirksklasse

1990 bis 2004

Am Ende der 80er Jahre vollzog sich, was die erste Mannschaft anbelangt, erneut ein Generationswechsel. Einige Jahre lang hatten Christoph und Dieter Börgers gemeinsam mit Angela Köster den Kern der Mannschaft gebildet und gemeinsam mit Spielern wie Wesley Blazet und Bob Reasoa, Spieler aus den benachbarten Niederlanden, die sich der Badmintonabteilung angeschlossen hatten, in Em-merich attraktives Badminton geboten. Nach dem Weggang von Dieter Börgers aus beruflichen Gründen und dem Abtreten von Wesley Blazet und Bob Reasoa aus Altersgründen wechselten Christoph Börgers und ein Jahr später auch Angela Köster nach Kleve, weil sie dort ein besseres sportliches Fortkommen für sich sahen. Ihre Plätze nahmen jüngere Spieler ein. Der Vorstand entschied sich, wenn auch schweren Herzens, auf den Bezirksligaplatz zu verzichten, um die jungen Spieler nicht vor eine zu schwierige Aufgabe zu stellen.
Dass Badminton sich dennoch in Emmerich weiterhin großer Popularität erfreute, zeigte die wachsende Mitgliederzahl. Franz Wankum, der 1992 den Abteilungs-vorsitz übernommen hatte, konnte schon bald das 400. Mitglied in der Badmintonabteilung begrüßen. Um eine gute Betreuung der Schüler- und Jugendspieler sowie der neu formierten ersten Mannschaft zu gewährleisten, wurde 1993 mit Martin Bosch aus ’sHeerenberg ein Trainer verpflichtet, der mehr als ein Jahrzehnt lang den Emmericher Badmintonsport maßgeblich geprägt hat.
In den 90er Jahren wuchs auch die Hobbyspielergruppe der Abteilung deutlich an. Dies war Ralf Wedel, der diese Gruppe über Jahre geleitet hatte, und vor allem Helmut Sommerfeld zu verdanken, der bis heute als Hobbywart der Abteilung fungiert. Vielfältige Aktivitäten, die vor allem Kameradschaft und Geselligkeit fördern, haben sicherlich zur besonderen Attraktivität dieser Gruppe beigetragen. Mit Zeltlagern, Nachtwanderungen, Karnevalstraining und Hobbyspielerturnieren seien nur einige dieser Aktivitäten genannt.
In der Saison 1994/95 konnte die Badmintonabteilung mit sieben Senioren-, zwei Jugend- und drei Schülermannschaften an den Start gehen. Die neu formierte erste Mannschaft schaffte in der Besetzung Gerd Baumann, Marc Berendsen, Holger Schlüter, Simon Sweering, Ulrike Borowski, Tanja Finke und Teresa Pitz den Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Alle Spieler des Teams hatten bei Eintracht Emmerich mit dem Badmintonsport begonnen und bereits über Jahre erfolgreich in den Schüler- und Jugendmannschaften unserer Abteilung gespielt. In den darauf folgenden Jahren war die Mannschaft immer wieder auf Titelkurs, musste sich aber, bedingt durch Verletzungspech, mehrfach mit dem zweiten Tabellenplatz begnügen. Erst in der Saison 2004/05, also zehn Jahre nach dem Aufstieg in die Bezirksliga, erfolgte nach einer spannenden Saison zum ersten Mal in der Abteilungsgeschichte der Aufstieg in die Landesliga. Betreut von den Trainern Ruud Bremmer und Martin Bosch konnten Marc Berendsen, Christian Bisseling, Robert Nord, Simon Sweering, Marleen Loos und Anke Peters das entscheidende Match gegen den Tb Osterfeld vor heimischem Publikum gewinnen. Besonders stolz waren die Verantwortlichen der Abteilung über den Erfolg auch deshalb, weil fünf der sechs Spieler des Teams aus der eigenen Schüler- bzw. Jugendabteilung hervorgegangen waren und sich somit das langjährige Konzept der Schüler- und Jugendarbeit ausgezahlt hatte.


2005 bis heute (2009)

Das Jahr 2005 brachte für die Badmintonabteilung deutliche Veränderungen. Wie in vielen anderen Badmintonvereinen unseres Landesverbandes setzte auch in unserer Abteilung in der zweiten Hälfte der 90er Jahre ein deutlicher Rückgang der Mitgliederzahlen ein. Sie liegt im Augenblick bei 185 Mitgliedern. Die erste Mannschaft, die nach ihrem Aufstieg in die Landesliga mit viel Euphorie in die neue Saison gestartet war, konnte die in sie gesetzten Erwartungen nicht Erfüllen, wenn auch am Ende nur das nötige Quäntchen Glück fehlte. Die meisten Spieler der Mannschaft beendeten aus beruflichen oder familiären Gründen ihre aktive Laufbahn. Unsere Trainer Martin Bosch und später auch Ruud Bremmer mussten aus gesundheitlichen bzw. beruflichen Gründen ihre Arbeit für unsere Abteilung einstellen.
Rechtzeitig gelang es dem Abteilungsvorstand, mit Sandra Hermans und Udo Kremer zwei Abteilungsmitglieder, die mittlerweile die C-Lizenz des Badminton-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen besitzen, für die Trainingsarbeit zu gewin-nen. Sie werden hierbei von Anna Wankum als Übungsleiterin unterstützt.
Wie bereits zu Beginn der 90er Jahre musste auf den Bezirksligaplatz verzichtet werden, da zu diesem Zeitpunkt spielstarker Ersatz fehlte. Der Abteilungsvorstand entschied sich zu einem Neuanfang mit jungen Spielern der Abteilung. In der Sai-son 2007/08 gelang Paul Janssen, Tobias Leschik, Jörn Schütze, Nina Kremer und Kristin Stevens unterstützt von Simon Sweering und Udo Kremer der Aufstieg in die Kreisliga.
Die Badmintonabteilung von Eintracht Emmerich hat in den nunmehr 33 Jahren ihres Bestehens die Sportlandschaft unserer Stadt deutlich bereichert. Viele Em-mericher, jung und alt, haben in dieser Zeit als Mannschafts- oder Hobbyspieler mit Begeisterung Badminton gespielt. Den Verantwortlichen war in all den Jahren die Förderung der Schüler und Jugendlichen immer ein besonderes Anliegen und auch in Zeiten des Mitgliederrückgangs ist es das Bestreben des Abteilungsvor-standes, die Nachwuchsarbeit voranzutreiben.
Die Führung einer Abteilung über einen solch langen Zeitraum ist nicht allein von Wenigen zu leisten, sondern erfordert die Mithilfe Vieler. In all den Jahren haben sich immer wieder Mitglieder bereit gefunden, über die eigenen sportlichen Aktivi-täten hinaus Aufgaben in der Abteilung wahrzunehmen. Ohne all diese ehrenamt-lichen Helfer, die häufig im Stillen gewirkt haben und deren Arbeit oft gar nicht wahrgenommen wurde, wäre der reibungslose Ablauf von Trainings- und Meister-schaftsbetrieb, von Hobby- und Mannschaftsturnieren, von Abteilungsfeiern und sonstigen Aktivitäten undenkbar gewesen.

Der Abteilungsvorstand im Jubiläumsjahr 2009:
Abteilungsleiter: Franz Wankum
Stellv. Abteilungsleiter: Auke Brattinga
Geschäftsführer: Gerd Wagner
Stellv. Geschäftsführer/Presse- u. Sportwart: Udo Kremer
Stellv. Sportwart: Marco Bouwman
Schüler- und Jugendwartin: Sandra Hermans
Stellv. Schüler- Jugendwartin: Angela Angenendt
Hobbywart: Helmut Sommerfeld
Stellv. Hobbywart: Laurenz Baers
Gerätewart: Armin Neerincx
Freizeitaktivitäten: Heinz-Gerd Diks, Gerd Wagner, Auke Brattinga

Abteilungsleiter 1976-2009
1976-1977 Klaus Weckermann
1977-1978 Heinz Reissig
1978-1980 Friedel Forelle
1980-1982 Franz Wankum
1982 Werner Peeters
1982-1986 Hans-Jörgen Wernicke
1986-1992 Siegbert Broede
seit 1992 Franz Wankum

 

Der Bericht über die Anfänge der Badmintonabteilung bis ins Jubiläumsjahr 2009, erschien in der Jubiläumsausgabe „100 Jahre Eintracht Emmerich“.